28.08.2014
19.11.10

WHF stärkt Internationale Allianz für Halal-Akkreditierung

 

Eine Übereinkommen zwischen vier beteiligten Parteien wurde beim World Halal Forum Europe 2010 (WHFE), das am 10. und 11. November in London stattfand, unterzeichnet. Es ist ein weiterer Schritt hin zum Ziel eines internationalen Halal-Standards.

 

Die International Halal Integrity Alliance (IHI), die Islamic Society of North America (ISNA), die  American Halal Association (AHA) und das Muslim Council of Britain (MCB) unterzeichneten das Übereinkommen während der Abschlusssitzung der Konferenz.

 

Diese vier Institutionen werden künftig in Fragen bezüglich der Entwicklung von Halal-Standards und der Bildung eines Netzwerkes nationaler Halal-Akkreditierungs- oder Zertifzierungseinrichtungen kooperieren, um die Integrität des Halal-Begriffs die ganze Produktionskette hindurch sicherzustellen.

 

Der Vize-Generalsekretär des MCB, Dr.  Shuja Shafi, kam mit dem Executive Director der ISNA Development Foundation, Ahmed El-Hattab, dem Präsident der AHA, Ahmad Adam, und dem  CEO der IHI, Darhim Hashim, zusammen, um das Abkommen zu unterzeichnen.

 

Das WHFE fand im  Earls Court Conference Centre statt und sollte dazu dienen, führende Geschäftsleute und Akteure zusammenzubringen, um aktuelle Fragen im Bereich der Halal-Industrie und mögliche Wege zu deren weiterem Wachstum zu diskutieren.

 

Das Motto des WHFE 2010 war ‘Halal Products and Services – Going Mainstream’, und es vereinte eine große Bandbreite von Fachleuten aus Firmen und Organisationen aus ganz Europa, Australien, Südostasien und Nordamerika. Insgesamt waren über 30 Länder repräsentiert.

 

Eine der entscheidenen Resolutionen des Forums beinhaltet gemeinsame Aktionen gegen das diskriminierende EU-Gesetzesnovelle 205, welche, falls sie verabschiedet wird, eine erzwungene Deklarierung von Halal- und Koscher-Fleisch als aus unbetäubter Schlachtung stammend durchsetzen würde.

 

Der Projektleiter des World Halal Forum Europe, Abdalhamid Evans, zeigte sich zuversichtlich, dass diese EU-Gesetzgebung mit Hilfe der WHFE-Resolutionen abgewendet werden kann.

„Es gab einen überwältigenden Konsens unter den WHFE-Delegierten dass die vorgeschlagene Gesetzesänderung nicht nur diskriminierend ist, da sie ein unbegründetes negatives Licht auf religiöse Schlachtmethoden wirft, sondern auch gegen die Richtlinien der Welthandelsorganisation (WTO) über unnötige Handelsbarrieren verstößt.“

 

Ebenfalls beim World Halal Forum Europe 2010 vertreten waren Vorreiter, die sich im Rahmen der Halal-Industrie abseits des Lebensmittelbereichs betätigen. Diskussionen über Halal-Kosmetik, Halal-Pharmazeutik, Halal-Reisen und den Investitionsbereich waren auch Teil des zweitägigen Programms.

Darüber hinaus gab es Präsentationen über Gentechnik und die Frage des Klonens sowie über die Nutzung digitaler Medien im Halal-Sektor.