17.12.2017
19.08.08

Türkische Regierung sorgt sich um Preistreiberei zum Ramadan

 

Istanbul (KNA) Zum bevorstehenden Fastenmonat Ramadan will die
türkische Regierung mögliche Preistreiberei durch Großhändler mit
scharfen Kontrollen bekämpfen. Schon jetzt zögen die Preise für
Lebensmittel wie Reis, Linsen und Bohnen stark an, meldete die
regierungsnahe Zeitung «Zaman» (Dienstag) weiter. Einsatzteams des
Finanzministeriums wollten überall die Lagerbestände von
Großhändlern überprüfen, um Lebensmittelspekulationen zu verhindern.

In der islamischen Fastenzeit, die in diesem Jahr am 1. September
beginnt, essen die Gläubigen traditionell weit mehr als in normalen
Zeiten. Nach Erkenntnissen türkischer Marktforscher steigt der
Lebensmittelverbrauch dort im Ramadan um etwa 20 Prozent. Obwohl
Millionen Menschen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts zu
sich nehmen, wird das Fastenbrechen am Abend traditionell mit einem
aufwendigen Festmahl gefeiert. Viele bringen nach dem Ramadan mehr
Kilo auf die Waage als zuvor.

Der Chef der türkischen Landwirtschaftskammer, SemsiBayraktar, hatte
bereits vor Wochen gewarnt, Spekulanten wollten große Mengen an Reis
und anderen Lebensmitteln einlagern, um die Preise zum Fastenmonat
zu erhöhen.